karlsruher appell für eine gesellschaft ohne prostitution

Internationaler Kongress zum Abbau der Prostitution: Stop_Sexkauf vom 5.-7.12.2014 München

Warum dieser Kongress?

Der Kongress, auf dem u.a. auch der Karlsruher Appell vertreten sein wird,  widmet sich dem Thema Prostitution in ihrer Auswirkung auf die betroffenen Frauen und die Gesellschaft. Er klärt auf über die Realität in der Prostitution, das hohe Risiko, das die Frauen tragen und die hohe Gewalt, die von Freiern ausgeht. Er setzt den Mythen der Prostitution die Wirklichkeit entgegen und macht deutlich, dass Sexkauf nicht erlaubt sein darf.

Prostitution schafft ein Bewusstsein, dass sexuelle Benutzung von Frauen durch Männer normal, käuflich und gesellschaft­lich gestattet sei. Gleichberechtigung wird auf diese Weise ausgeschlossen. Prostituierte erleben die sexuelle Benutzung ihres Körpers durch fremde Männer 1-30 mal am Tag mit entwürdigenden und z.T. brutalen Praktiken. Wie Schweden beurteilen wir diese Realität als Gewalt gegen Frauen. Schwe­den hat 1999 ein Gesetz zur Bestrafung der Freier erlassen, um die Prostitution langfristig zu beenden (schwedisches Modell). Die Prostituierten erhalten Schutz und Unterstützung, in den Schulen wird vermittelt, dass der Körper einer Frau nicht käuflich ist. 80% der Bevölkerung stimmt dem Gesetz zu, Prostitution nimmt ab und Menschenhändler ziehen sich zurück. Sex zu kaufen ist verpönt.

In Deutschland haben wir seit dem Gesetz von 2002 einen enormen Anstieg der Prostitution in allen Facetten und eine boomende Sexindustrie mit Milliardengewinnen. Die Rhetorik der Prostitutionslobby von Prostitution als Beruf, freier Ent­scheidung, angeblicher Selbstbestimmung und Emanzipation ist in (fast) alle Köpfe eingezogen, BordellbetreiberInnen und Dominas beeinflussen die Gesetzgebung in ihrem eigenen Geschäftsinteresse, sprechen aber nicht für die Masse der Prostituierten.

Frauen, die es geschafft haben, aus der Prostitution auszusteigen, berichten von den oft verheerenden Folgen und fordern vehement ein Sexkaufverbot.

VertreterInnen dieser Organisationen werden in verschiedenen Foren und Podiumsdiskussionen Rede und Antwort stehen:

Erika Wisselinck Nachlass gemGmbH, European Women´s Lobby, Katholische Stiftungsfachhochschule München, Autonomes Feministisches Forum AUFF, EMMA, medica mondiale, Donna Mobile, Gesundheitsberatung für ausländische Frauen, netzwerkB e.V., Netzwerk Betroffener von sexueller Gewalt, Solwodi, Solidarity with Women in Distress., MädchenSportZentrum & EventCenter im Centre Talma der GSJ Berlin, Münchner Bündnis Aktiv gegen Männergewalt, Terre des Femmes, Equality Now, Initiative Karlsruher Appell, Marburger Initiative gegen ein Großbordell, Feministischer Diskurs Wien, SPACE International, Survivors of Prostitution, Abolish Prostitution Now, Alliance of Women for the Abolition of Prostitution, Zéro Macho Frankreich, Die Störenfriedas, Frauentherapiezentrum, Giesinger Mädchentreff, Verlag Frauenoffensive, Frauenseelsorge in der Erzdiözese München und Freising, Karo e.V. gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern, Fabi – Paritätische Familienbildungsstätte München e.V, u.v.a.

Hier der komplette Flyer zum Download

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